Einleitung

 Die hessische Landtagswahl rückt von Tag zu Tag näher. Am 27. Januar 2008 werden die Wähler des Bundeslandes Hessens eine Weitreichende Entscheidung, bei ihrer Stimmabgabe, treffen: eine weitere Legislaturperiode der CDU unter der Führung Roland Kochs oder ein möglicher Regierungswechsel in Wiesbaden, verbunden mit der Partei SPD und  Andrea Ypsilanti, stehen dabei zur Disposition.

Die Wahlkampfmaschinerie der beiden großen Volksparteien befindet sich bereits seit einigen Wochen auf vollen Touren. So unterschiedlich die beiden Profile der jeweiligen Spitzenkanidaten der Parteien sein mögen – Koch und Ypsilanti -, so unterschiedlich gestaltet sich auch thematisch der Wahlkampf. Wo auf der einen Seite der amtierende hessische Ministerpräsident Koch in seiner unnachgiebigen Law-and-Order Haltung das Thema der Jugendkriminalität besetzt, so versucht Ypsilanti die Gunst der Wähler zu erlangen, in dem sie für den gesetzlichen Mindestlohn eintritt. Ein weiteres Themengebiet gesellt sich zudem in den Mittelpunkt des Wahlkampfs: die Bildungspolitik. Die Volksparteien vertreten hierbei konträr unterschiedliche Auffassungen, speziell zum Thema G8, im Volksmund auch ,,Turboabitur” genannt.

Bis zum finalen Urnengang der Wähler scheint eine Prophezeiung des Wahlausgangs rein spekulativ, was die Umfrageergebnisse der renommierten Marktforschungsinstitute Emnid und Forsa bestätigen. Für die Wählerinnen und Wähler, die sich noch in ihrer Entscheidungsfindung befindet, bietet das erstmalige Fernsehduell zwischen den Spitzenkandidaten, übertragen am 20.Januar/ HR3/ 20:15h, in der Geschichte Hessens eine gute Orientierungsmöglichkeit.

Eine Lehrerumfrage zum Thema Schule und Bildung

  

Ist ihrer Meinung nach ihre Schule ausreichend besetzt um alle 3 Schulabschlüsse anzubieten?

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Würde sich ihre Schule am Konzept „Haus der Bildung“ ihrer Meinung nach beteiligen?

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Würde ihrer Ansicht nach, die Qualität des Abiturs unter der Zusammenlegung der Schulformen leiden?

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Halten Sie besondere Weiterbildungen für das Lehrpersonal auf das Konzept der Einheitsschule für notwendig?

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Halten Sie eine Verbesserung des deutschen Schulsystems für dringend notwendig? verbesserungschulsystem.gif

Die Idee, stärkere Schüler helfen schwächere Schülern, birgt großes Potential, um die Leistungen der Schüler zu steigern

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Halten Sie das ‚Abschaffen des Sitzenbleibens für eine sinnvolle Maßnahme? abschaffungsitzenbleiben.gif

Denken Sie, das Konzept einer generellen Ganztagsschule stellt eine Verbesserung für das deutsche Schulsystem dar?                                                                              

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Anmerkung zur Studie:

Bei dieser Studie wurden Lehrer der verschiedenen Schulstufen/ -typen befragt. Die empirische und qualitative Erhebung wurde im Zuge eines Seminars  erstellt.

Koch und Ypsilanti im Streitgespräch

Liebe Schüler/ innen, 

auf dieser Seite hab ihr die Möglichkeit Ausschnitte aus dem HR- 3 Fernsehduell, zwischen Andrea Ypsilanti und Roland Koch,  euch anzuschauen. Hierbei stehen euch drei verschiedene Videos zu Verfügung, die ein gewisses Themengebiet beinhalten; Familie und Betreuung, Integration und Mindestlohn. 
 

·        Wie ist das Fernsehduell aufgebaut? (gibt es Regeln?)

·        Auf welche Gestiken und Mimiken greifen die Kandidaten zurück, 

     um ihre Aussagen zu bekräftigen? (z. B ballen der Faust, etc.)

·        Welche rhetorischen Mittel werden bei der Argumentationsführung gewählt? 

     (z. B. direkte Ansprache des Kontrahenten, etc.)   

Video #1             ,,Familie und Betreuung” 

 Video #2                ,,Integration” 

Video #3              ,,Mindestlohn”


Der hessische Landtagswahlkampf 2008

Wie der Titel dieses Weblogs schon vermuten lässt, befassen sich die nachfolgenden Beiträge  mit dem hessischen Landtagswahlkampf 2008. Die Seite soll den Usern/ Benutzern, durch veranschaulichte und ausgesuchte Texte, einen Einblick in die Leitthemen des hiesigen Wahlkampfes gewähren. Im Mittelpunkt der Seite steht die Gegenüberstellung der beiden Spitzenkandidaten der beiden Volksparteien CDU (Koch) und SPD (Ypsilanti). Der Weblog wurde als Teilleistung, in diesem Fall als Werkstück, im Tutorium ,,Neue Medien“, an der Johann Wolfgang Goethe Universität, von zwei Studenten konzipiert.         

Interview mit Roland Koch

Liebe Schüler/ innen,

anbei ein Auszug aus einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, erschienen am 20. Januar 2008, mit Ministerpräsident Koch zum Thema ,,Jugendgewalt“. 

·        Lest euch das Interview durch

·        Unterstreicht die für euch wichtigsten Aussagen

·        Welche Meinung vertritt Herr Koch zum Thema ,,Jugendgewalt“?

·        Diskutiert in der Gruppe das Thema ,,Jugendgewalt“  

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Brandstifter, Hetzer, Rassist werden Sie seit Ihrem Vorstoß zur Verschärfung des Jugendstrafrechts und für die konsequentere Abschiebung krimineller Ausländer geschimpft. Sind Sie zufrieden damit, wie sich Ihre Wahlkampagne entwickelt hat?

Roland Koch: Ich meine, die Parteien auf der Linken könnten es sich sparen, ihre Konflikte mit solchen persönlichen Anfeindungen auszutragen. Wir sollten mit aller Härte streiten, wenn es um die Sache geht, aber nicht unseren Anstand und unsere Moral in Frage stellen. Andererseits müssen sich Wahlkämpfe mit den Themen befassen, die eine große Zahl von Menschen bewegen. Und wenn ich es wage, bisher tabuisierte Themen anzusprechen, dann muss ich wohl auch mit den panischen Beleidigungen durch meine Konkurrenten leben.

FAS: Müssen Sie sich nicht vorwerfen lassen, Sie diskutierten sensible Themen, wie Ausländerkriminalität, auf Stammtischniveau? Koch: In den neun Jahren als Ministerpräsident habe ich sehr viel Beispielgebendes für die Integration von Ausländern getan. Aber ich habe immer auch die Herausforderungen, Schwierigkeiten und großen Probleme benannt, zu denen eben auch die Kriminalität gehört. SPD und Grüne wollen bestimmte Teile ihrer multikulturellen Philosophie am liebsten gar nicht mehr diskutieren oder in Frage stellen. Ich hingegen glaube, dass in der Vergangenheit erhebliche Fehler gemacht worden sind. Wenn wir früher klargestellt hätten, dass Kinder vor der Einschulung Deutsch können müssen und nicht erst, als ich die Regierungsverantwortung übernommen habe, hätten wir heute in Hessen eine etwas einfachere Situation bei einem Teil der Fünfzehn- bis Zwanzigjährigen mit Migrationshintergrund.

FAS: Wenn Sie das Schlachten von Tieren im Wohnzimmer anprangern, wenn die „Bild am Sonntag“ sie mit den Worten zitiert „Ich lasse mir von Türken-Vertretern nicht den Mund verbieten“ – gefällt Ihnen diese Form der Zuspitzung?

Koch: Ich bin nicht für jede Schlagzeile einer Zeitung verantwortlich. Grundsätzlich muss aber zugespitzt werden. Wenn der Geschäftsführer unserer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft den Vorschlag macht, man möge Wohnblocks besser ethnisch getrennt belegen, dann ist das nicht vertretbar, und ich habe es gestoppt, weil das nicht meine Vorstellung von Integration ist. Aber ich muss doch auch sehen, wo die Konflikte liegen. Und die Frage des Schächtens von Tieren ist eben leider keine Sache, die nur ganz selten stattfindet, sondern eine, die sehr viele Menschen erregt. Das ist sicher nicht der entscheidende Punkt, aber doch einer, an dem deutlich wird, wie viele Konflikte sich zwischen Deutschen und einem Teil der Migranten aufgestaut haben. Wenn man das nicht frühzeitig anspricht, macht man einen Fehler.

FAS: Was Sie unmittelbar tun könnten, um die Eingliederung von Ausländern zu fördern oder die Kriminalität besser zu bekämpfen, wäre die Schaffung von mehr Stellen für Lehrer, Polizisten, Richter und Staatsanwälte oder der Bau einer weiteren Jugendarrestanstalt.

Koch: Das tun wir doch. Aber die Opposition zählt das Geld ja schon nicht mehr, sondern wirft es mit vollen Händen zum Fenster hinaus. Tatsache ist, dass wir heute exakt 1131 Polizeibeamte mehr im Dienst haben als zu rot-grünen Zeiten. Und wir wollen in den nächsten fünf Jahren jedes Jahr 500 neue Polizeianwärter einstellen, das sind 150 bis 200 im Jahr mehr als durch Pensionierung abgehen. Unter den westdeutschen Flächenländern sind wir übrigens das Land mit der höchsten Richterdichte. Und die Jugendarrestanstalt in Gelnhausen ist schon erweitert worden und wird im nächsten Jahr noch einmal erweitert.

FAS: Fällt es Ihnen nicht schwer, nach Ihrer Angstkampagne noch die Erfolge Ihrer Sicherheitspolitik herauszustellen?

Koch: Hessen ist ein Land mit vielen internationalen Verflechtungen, einem Weltflughafen und dem zweithöchsten Anteil von Migranten aller Flächenländer, das bringt Herausforderungen mit sich. Umso mehr sind wir stolz darauf, dass wir die Aufklärungsquote auf 55,9 Prozent gesteigert und die Zahl der Straftaten reduziert haben. Das heißt nicht, dass wir damit zufrieden wären. Aber 46 Prozent weniger Wohnungseinbrüche und 25 Prozent weniger Straßenkriminalität sind doch klasse. Dennoch gibt es schreckliche Dinge: Wenn einem Schüler das Handy abgenommen wird, versucht er häufig, das zu verschleiern, indem er sagt, er habe es verloren, weil er befürchtet, die Täter stehen bald wieder vor mir, und dann gibt’s Prügel. Ältere Menschen trauen sich häufig nicht in Restaurants oder kulturelle Einrichtungen, Eltern holen ihre Kinder nachts mit dem Auto ab, obwohl sie an einer S-Bahntrasse leben. Dort, wo Menschen sich bedrängt fühlen, haben wir ein Angebot, wie man das ändern kann.   

(Quelle: http://www.roland-koch.de/Koch-Es-ist-einfacher-sympathisch-zu-sein/1200843944.html )

Die Parteiprogramme zum Thema ,,Bildung und Schule”

Liebe Schüler/ innen,

 anbei findet ihr Auszüge aus den Parteiprogrammen der jeweiligen Parteien zum Thema ,,Bildung und Schule“.  

  • Schreibt euch die zentralen Aussagen aus den jeweiligen Abschnitten heraus
  • Vergleicht die Programme der einzelnen Parteien miteinander (sucht euch dabei zwei Parteien – eurer Wahl – heraus, dessen Konzepte ihr gegenüberstellt)
  • Googelt die Begriffe ,,Turboabitur“ und ,,G8“
  • Simuliert ein Streitgespräch (jedes Gruppenmitglied vertritt dabei die Meinung einer Partei. Überlegt euch zudem Argumentationen, die eure Position stärken)

CDU

Die CDU verweist in ihrem Regierungsprogramm darauf, mit 3.500 zusätzlichen Lehrern und 2.100 zusätzlichen Referendaren “dem von Rot-Grün verursachten Unterrichtsausfall” ein Ende gesetzt zu haben. Mit dem neu eingeführten Projekt Unterrichtsgarantie Plus werde nun auch der kurzfristige Unterrichtsausfall aufgefangen. Diese Politik will die CDU fortführen. In der kommenden Legislaturperiode sollen 2.500 zusätzliche Stellen an den Schulen geschaffen werden, kündigte Ministerpräsident Roland Koch an. Die CDU spricht sich für das gegliederte Schulwesen aus. “Nur so können unsere Kinder gemäß ihren Begabungen und individuellen Talenten gefördert werden”, erklärt der hessische CDU-Chef. Nach der “Beendigung des Unterrichtsnotstandes” und der Einführung von einheitlichen Schulabschlüssen und vergleichenden Tests in der abgelaufenen Wahlperiode werde die Arbeit der kommenden Jahre im Zeichen der zunehmenden Eigenverantwortung der Schulen und freiwilligen ganztägigen Schulangeboten stehen. Die Hauptschule soll ein neues Profil „als praxisorientierte Schulform“ bekommen, mit der die Schulabbrecherrate weiter gesenkt werden soll.

SPD

Die SPD ist gegen das so genannte Turbo-Abi. „Die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit in der Mittelstufe wird aufgehoben, G 8 wird beendet“, heißt es im Regierungsprogramm. Stattdessen treten die Sozialdemokraten für eine „Flexibilisierung der gymnasialen Oberstufe“ ein. „Schnell lernende Kinder sollen auch schneller voranschreiten, langsam lernende Kinder sollen sich mehr Zeit lassen können“. Das gleiche Prinzip gilt auch in der Grundschule: Die SPD will „die ersten zwei Schuljahre zu einer Schuleingangsstufe weiterentwickeln, in der Kinder je nach Entwicklungsstand zwischen ein und drei Jahren bleiben können“. Die von der CDU eingeführte „Unterrichtsgarantie plus“ hält die SPD für eine Fehlentwicklung. „Wir werden den Schulen ein Gesamtbudget zur Verfügung stellen, aus dem sie eigenständig Personal- und Sachmittelaufwendungen bestreiten“, heißt es dazu. Die Sozialdemokraten setzen sich für längeres gemeinsames Lernen der Schüler ein. „Daher streben wir eine Schulstruktur an, in der alle weiterführenden Schulen bis zur Klasse 10 eine gemeinsame Mittelstufe anbieten“. Längeres gemeinsames Lernen und Ganztagsschulangebote gehören für die SPD zusammen. “Deshalb halten wir an dem Ziel eines Ausbaus der Ganztagsschulen fest. Jedem Kind soll wohnortnah eine ganztägig arbeitende Schule angeboten werden”. Die von der CDU-Regierung eingeführten Studiengebühren will die SPD innerhalb der ersten 100 Tage ihrer Regierungszeit wieder abschaffen. Der Zugang zu Hochschulen müsse für alle unabhängig vom Geldbeutel der Eltern möglich sein, heißt es im Regierungsprogramm der hessischen Sozialdemokraten.  

Grüne

Die Grünen streben eine “Neue Schule” an. 1.000 zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer sollen eingestellt und den Schulen ein zusätzliches Budget von 50 Euro pro Schülerin bzw. Schüler und Jahr für die pädagogische Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Damit wollen die Grünen die Voraussetzungen schaffen für mehr individuelle Förderung, längeres gemeinsames Lernen, echte Ganztagsschulen, kleinere Klassen, eine bessere Verzahnung von Schule mit der Jugend- und Sozialarbeit sowie mehr Selbstbestimmung für die Schulen.
Die Grünen wollen einen Rechtsanspruch für alle Kinder in Hessen auf Betreuung vom ersten Lebensjahr an durchsetzen und allen Kindern die gleichen Entwicklungschancen bieten. Ein Sofortprogramm “Mehr Erzieherinnen und Erzieher” soll für ausreichend qualifiziertes Personal sorgen. Die Verschulung des letzten Kindergartenjahres lehnen die Grünen ab. Flexible Eingangsstufen an Grundschulen sollen dem unterschiedlichen Entwicklungsstand jedes Kindes besser gerecht werden. Individuelle Fördermaßnahmen sollen für gleiche Startchancen sorgen.
Die Grünen treten für die Kostenfreiheit aller Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsangebote ein. Die Studiengebühren sollen wieder abgeschafft und den Hochschulen das Gebührenaufkommen aus dem Landeshaushalt ersetzt werden. Die internationale Kooperation hessischer Hochschulen soll ausgebaut, ihre Autonomie gestärkt werden. Studenten sollen mehr Mitsprache erhalten.
 

FDP

“Alle Kinder und Jugendliche sollen eine nach Neigung und Begabung bestmögliche Bildung erhalten”, formuliert die bildungspolitische Sprecherin der FDP, Dorothea Henzler, das Ziel liberaler Bildungspolitik. Um die Chancengleichheit zu erhöhen, will die FDP ein verpflichtendes Vorschuljahr für alle Fünfjährigen einführen. Die bestehenden Bildungsgänge und Schulformen sollen beibehalten werden. Daneben sollen die Schulen mehr Freiheit haben, Unterricht und Schulalltag eigenverantwortlich zu gestalten. Schulassistenten sollen die Lehrkräfte unterstützen. Die individuelle Förderung jedes einzelnen Schülers soll dabei im Vordergrund stehen. Um den Schülern mehr Zeit zum Lernen zu geben, fordert die FDP mehr Ganztagsschulen und – angebote. In der beruflichen Bildung seien Ausbildungsgänge als einzelne Module anzubieten, um je nach individueller Fähigkeit allen Auszubildenden einen beruflichen Abschluss zu ermöglichen. Die Autonomie der Hochschulen und der Wettbewerb untereinander muss nach Überzeugung der Liberalen ausgebaut, die Nachwuchsförderung muss verbessert werden. Die zentrale Vergabe von Studienplätzen (ZVS) soll abgeschafft werden. Zur Finanzierung der Hochschulen fordert die FDP ein “Drei-Säulen-Modell” aus staatlicher Grundfinanzierung, Studiengebühren und Eigenvermögensaufbau. Im Wettbewerb um Studierende soll jede Hochschule selbst entscheiden, ob und in welcher Höhe sie für zusätzliche Leistungen Studiengebühren erhebt.  

REP

Unter dem Motto „Bildungsoffensive für Hessen“ setzt sich die Partei in ihrem Wahlprogramm dafür ein, zusammen mit der Wirtschaft Bildungsziele festzulegen. Die Republikaner lehnen das Turbo-Abitur ab und fordern die Wiedereinführung der alten Rechtschreibung. In Kindergärten und Schulen sollten die „christlich-abendländischen Bräuche und Werte“ vermittelt werden. Außerdem spricht sich die Partei für den Erhalt deutscher Bildungsabschlüsse wie Diplom und Meister aus.  

Die Linke

Die Linke fordert gebührenfreie Kindertagesstätten und das gemeinsame Lernen aller Schüler in einer Gemeinschaftsschule bis zur Klassenstufe 10. Die Schulzeitverkürzung , G Acht, wird abgelehnt. Die Partei setzt sich für Ganztagsschulen ein. Notwendig seien Unterrichtsstunden zur gezielten Förderung. Schulen sollen mehr Freiräume erhalten. “Mit der Reduktion verbindlicher Lehrplaninhalte muss ein Ende der ‚Testeritis‘ durch Vergleichsarbeiten und normierende Abschlussprüfungen, wie das Zentralabitur, einhergehen”, heißt es in dem Parteiprogramm. Die “Unterrichtsgarantie plus” wird abgelehnt. Der Mangel an Pädagogen werde dadurch offensichtlich. Aufzubauen sei eine “qualifizierte zehnprozentige Vertretungsreserve”. In der Hochschulpolitik fordert die Linke eine drittelparitätische Selbstverwaltung der Hochschulen. Stiftungsuniversitäten lehnt sie ab. Die Partei wendet sich gegen Studiengebühren. “Studiengebühren vertiefen die sozialen Unterschiede und fördern nur das Studium der Reichen”, heißt es in dem Programm.

(Quelle: www.hr-online.de )